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Über TextGrid

 

Das TextGrid Projekt

TextGrid ist ein Verbundprojekt mit zehn Partnern und wird von Juni 2009 bis Mai 2012 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Förderkennzeichen: 01UG0901A).

Nachdem TextGrid in einer ersten Projektphase bereits grundlegende Entwicklungsarbeit geleistet und die Infrastruktur für eine Virtuelle Forschungsumgebung in den Geistes- und Kulturwissenschaften geschaffen hat, wird das Nachfolgeprojekt „TextGrid – Vernetzte Forschungsumgebung in den eHumanities“ diese Forschungsumgebung in den nachhaltigen Betrieb überführen und auf eine breite Nutzerbasis stellen.

Die Virtuelle Forschungsumgebung von TextGrid besteht vorrangig aus zwei Komponenten:

1. Das TextGrid Repository ist ein fachwissenschaftliches Langzeitarchiv, das in eine Grid-Infrastruktur eingebettet ist. Es wird die langfristige Verfügbarkeit und Zugänglichkeit der geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten sowie eine optimale Vernetzung garantieren. Der Aufbau des TextGridRep wird während der Projektlaufzeit vorangetrieben.

2. Das TextGrid Laboratory ist ein Einstiegspunkt in die Virtuelle Forschungsumgebung und wird vorhandene sowie neue Werkzeuge und Services in einer intuitiv bedienbaren Software verfügbar machen. Während der Projektlaufzeit wird das TextGridLab an die Bedürfnisse neuer Fachcommunities angepasst und es werden neue Werkzeuge, wie optische Zeichenerkennung von Frakturschriften eingebunden. Das TextGridLab wird kontinuierlich weiterentwickelt und regelmäßig mit neuen Funktionalitäten zum öffentlichen Testen bereitgestellt: Download TextGridLab Beta

TextGrid richtet sich als Infrastrukturprojekt an mehrere Zielgruppen:

a) Fachwissenschaftler, die TextGrid für Ihre Forschungsprojekte nutzen,
b) Entwickler, die Services und Tools in TextGrid integrieren
c) und Inhaltsanbieter, die Daten in TextGrid zur Verfügung stellen.

Die dahinterstehende Vision eines Digitalen Ökosystems basiert auf der Fortentwicklung des Open-Source-Gedankens und soll einen freien Austausch von einzelnen Komponenten und spezifische Anpassungen je nach den Bedürfnissen der Fachcommunities ermöglichen.

In der zweiten Förderphase sind neben der Editionsphilologie und der Linguistik auch die Kunstgeschichte, die Klassische Philologie und die Musikwissenschaft beteiligt. Außerdem wird während der Projektlaufzeit noch ein weiteres Fachgebiet einbezogen. Des Weiteren wird TextGrid eine Community-spezifische Rechtsform zur Integration in das D-Grid-Betriebsmodell implementieren.

 

Der Grid-Kontext

Die Notwendigkeit, eine Forschungsinfrastruktur mit Grid-fähiger Architektur auch für die Geisteswissenschaften zu schaffen, liegt auf der Hand: Zum einen können Grids gewandt mit den riesigen, ständig wachsenden Datenmengen umgehen, die durch Digitalisierungsinitiativen der letzten Jahre entstanden sind - inzwischen einige hundert Terabyte. Zum anderen ermöglicht die Errichtung von Grid-Strukturen die Vernetzung von Wissenschaftlern, die derzeit noch in räumlicher Distanz an vergleichbaren Projekten arbeiten, und damit ihren Zusammenschluss zu virtuellen Arbeitsgemeinschaften. Darüber hinaus werden Tools global verfügbar, die bislang lediglich lokal benutzbar sind. Auf dieser Weise wird eine Plattform errichtet, auf der sich Experten unterschiedlicher Fachgebiete zeit- und ortsunabhängig den Fragestellungen einer sich ständig wandelnden Forschungslandschaft mit Hilfe zeitgemäßer Methoden und Verfahren widmen können.

TextGrid ist eines der fünf akademischen Community-Projekte, die im Rahmen des D-Grid-Verbundes mit dem D-Grid Integrationsprojekt seit September 2005 eine nachhaltige Grid-Infrastruktur in Deutschland aufbauen, um Informations- und Wissenstechnologien dezentral für die Wissenschaft nutzbar zu machen. Im März 2009 haben sich diese fünf Community-Projekte zum Forschungsverbund „WissGrid - Grid für die Wissenschaft“ zusammengeschlossen. Dieses Vorhaben verfolgt die Entwicklung von Blaupausen und Konzepten als Grundlage zum Aufbau neuer Community-Grids sowie die Nachnutzung von bereits erworbenen Erfahrungen und Know-How.

 

Einstiegslektüre

Als Einstieg empfehlen wir Ihnen die folgende Publikation. TextGrid ist darin auf den Seiten 36 und 37 dargestellt.

Lajos Herpay, Sonja Neweling, Uwe Schwiegelshohn (Hg.):
D-Grid. Die Deutsche Grid-Initiative. Vorstellung der Projekte.
Veröffentlichung im Rahmen des D-Grid All Hands Meeting, März 2009

Für einen schnellen visuellen Eindruck der in TextGrid entwickelten Werkzeuge empfehlen wir Ihnen unser Demo-Video:

TextGridLab Demo-Video 2 - beta release, 21.1.2009
(Sprache: englisch)

Dieser Film demonstriert die Features des TextGridLab in einer Echtzeitpräsentation, die im Januar anlässlich des TextGrid Summit, der Abschlusskonferenz der ersten Projektphase, entstanden ist. Die aktuelle Beta-Version enthält bereits weitere Funktionalitäten.

 

Weitere Basisinformationen zu TextGrid: