TextGrid Workshops
Die Schulungen, die TextGrid für Entwickler, Fachwissenschaftler und Content-Provider seit Anfang dieses Jahres anbietet, stoßen auf große Resonanz in den jeweiligen Communities. Bislang fanden folgende Workshops statt:
- TUSTEP Entwickler-Workshop
Um die Zusammenarbeit mit der TUSTEP-Community zu vertiefen, fand am 18. und 19. Januar 2010 der erste Entwickler-Workshop an der Universität Trier für erfahrene TUSTEP-Anwender statt. In diesem Rahmen wurde die Integration eigener Makros in die TextGrid-Umgebung zunächst theoretisch erklärt und dann praktisch umgesetzt. Am zweiten Tag stellte Tobias Ott sein Konzept einer XML-basierten TUSTEP-Syntax vor, welche die als nicht mehr zeitgemäß empfundene Nutzerschnittstelle von TUSTEP ablösen könnte. Der Workshop war geprägt von dieser zukunftsorientierten Idee und einer positiven Atmosphäre. - Anwender-Workshops in Frankfurt und München
Die ersten beiden Schulungen für Fachwissenschaftler wurden am 17. Februar 2010 im Rahmen der Tagung der "Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition" in Frankfurt am Main sowie am 17. März 2010 – organisiert vom Münchener Zentrum für Editionswissenschaft (MüZE) - an der LMU München veranstaltet. Die vorwiegend interaktiv gestalteten Schulungen sollten Wissenschaftlern aus Bereichen wie der Editionsphilologie und dem Bibliothekswesen neben dem Konzept von TextGrid die Grundlagen des TextGridLabs näher bringen und ihnen die Möglichkeit geben, zum erklärten Stoff und darüber hinaus Fragen zu stellen. Erfreulich war hierbei die trotz des Betastadiums der Software mehrheitlich positive Resonanz und insbesondere der Kontakt zu Wissenschaftlern, die an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert sind. - Content-Provider-Workshop in Göttingen
Über die Möglichkeiten Inhalte in TextGrid bereitzustellen und zu archivieren informierten sich Vertreter von Forschungsverbünden und Bibliotheken beim ersten TextGrid-Content-Provider-Workshop in Göttingen am 22. April 2010.In einem ersten Themenblock zeigte TextGrid, wie Daten ins TextGridRep eingespeist und dort verfügbar gehalten werden. Hierbei wurden verschiedene Modelle der Langzeitarchivierung vorgestellt, sowie das neue Metadatenschema von TextGrid erstmals in einer Expertenrunde diskutiert. Dass Metadaten nicht nur eine gezielte Recherche über den gesamten Datenbestand gewährleisten sondern zusätzlich neuartige Darstellungsmöglichkeiten erlauben, führte Ralf Stockmann vom Göttinger Digitalisierungszentrum anhand eines prototypisch entwickelten Visualisierungstools vor.
Im zweiten Teil der Veranstaltung formulierten die Teilnehmer ihre Erwartungen an TextGrid in einer Reihe von Kurzpräsentationen. Während Jutta Weber von der Berliner Staatsbibliothek und Thomas Stäcker von der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel ihren Schwerpunkt auf den Austausch und das Sichtbarermachen von Datenbeständen legten, stellten Daniel Graepler vom Projekt Archaeo 18 sowie Martina Kerzel und Annina Böhme vom Projekt Blumenbach-Online konkrete Anforderungen bezüglich Tools, Visualisierungsmöglichkeiten und Unterstützung von projektspezifischen Metadaten.
Das allgemein bekundete Interesse an einer Wiederholungsveranstaltung mit noch größerem Fokus auf den Forschungsverbünden wird TextGrid mit dem zweiten Content-Provider-Workshop am 22. Juni 2010 beantworten, bei dem die spezifischen Bedürfnisse der Projekte Archaeo 18 und Blumenbach-Online im Mittelpunkt stehen werden.